KOOPERATIONEN

Systemforschungsinstitut gründet internationale Forschungsallianz mit 12 Partnerinstitutionen

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Internationales Forschungsteam bei gemeinsamer Arbeitssitzung
Internationale Forschungskooperation

Auf einen Blick

  • Das Institut für Interdisziplinäre Systemforschung hat gemeinsam mit elf internationalen Partnerinstitutionen die Global Systems Research Alliance (GSRA) gegründet.

  • Ziel der Allianz ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Modellierung komplexer gesellschaftlicher, ökologischer und technologischer Systeme.

  • Partner sind Einrichtungen aus Europa, Nordamerika, Asien und Australien.

  • Die GSRA richtet eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur für Datenaustausch und Simulation ein.

  • Ein gemeinsames Stipendienprogramm für Nachwuchsforschende wird 2025 ausgeschrieben.

Gründung der Allianz

Auf einem Gründungstreffen in Berlin haben die Vertreterinnen und Vertreter von zwölf Forschungsinstitutionen aus neun Ländern die „Global Systems Research Alliance“ (GSRA) offiziell ins Leben gerufen. Der Unterzeichnung gingen zweijährige Verhandlungen voraus, die durch das Institut für Interdisziplinäre Systemforschung koordiniert wurden.

Die GSRA entsteht vor dem Hintergrund eines wachsenden wissenschaftlichen Konsenses, dass die drängenden globalen Herausforderungen – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, digitale Transformation – nur durch systemische Ansätze und internationale Zusammenarbeit bewältigt werden können.

Mitgliedsinstitutionen und regionale Abdeckung

Zur Gründungskoalition gehören Institutionen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Schottland, Kanada, den USA, Japan, Südkorea und Australien. Das Institut für Interdisziplinäre Systemforschung übernimmt in den ersten drei Jahren die Koordinationsfunktion des Allianz-Sekretariats.

Jede Mitgliedsinstitution bringt eigene Spezialisierungen ein: Während deutsche und niederländische Partner Kompetenzen in der Klimamodellierung einbringen, liegen die Stärken nordamerikanischer Mitglieder in agentenbasierten Sozialmodellen und jene japanischer Institute in der Systemrobustheit industrieller Netzwerke.

Großer Konferenzsaal mit internationalem Wissenschaftspublikum
Internationale Wissenschaftskonferenz

Gemeinsame Forschungsinfrastruktur und nächste Schritte

Ein zentrales Element der GSRA ist der Aufbau einer gemeinsamen digitalen Forschungsinfrastruktur: eine offene Datenplattform für den Austausch von Simulationsmodellen, Rohdaten und Methodenwerkzeugen. Diese wird vom Institut für KI und Datenwissenschaften mitentwickelt und soll bis Ende 2025 operativ sein.

Darüber hinaus plant die Allianz ein gemeinsames Nachwuchsförderprogramm: Jährlich werden zwölf Promotionsstipendien vergeben, die Forschungsaufenthalte an mindestens zwei Mitgliedsinstitutionen vorsehen. Die Ausschreibung für den ersten Jahrgang ist für Frühjahr 2025 geplant.