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Interdisziplinäres Symposium zur Systemforschung zieht 320 Teilnehmende an

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Großes Symposium mit 320 Teilnehmenden aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
Interdisziplinäres Systemforschungs-Symposium

Auf einen Blick

  • Das jährliche Symposium des Instituts für Interdisziplinäre Systemforschung fand gleichzeitig an den Standorten Berlin und Köln statt.

  • Rund 320 Forschende aus Natur-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften nahmen teil.

  • Thematischer Schwerpunkt war die Modellierung komplexer adaptiver Systeme in einer sich wandelnden Welt.

  • Sechs Keynote-Vorträge und über 40 Beiträge in parallelen Sessions strukturierten das zweitägige Programm.

  • Ein gemeinsames Positionspapier zu methodischen Standards in der Systemforschung wurde verabschiedet.

Das Symposium im Überblick

Zum dritten Mal in Folge veranstaltete das Institut sein Jahressymposium in hybrider Form an beiden Standorten gleichzeitig: Berlin und Köln. Per Live-Übertragung konnten Teilnehmende an beiden Orten den Beiträgen folgen und in den gemeinsamen Diskussionen mitdiskutieren.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Frage, wie bestehende systemwissenschaftliche Modelle erweitert werden müssen, um den zunehmend nichtlinearen Dynamiken in Klimasystemen, digitalen Infrastrukturen und sozialen Strukturen gerecht zu werden. Die Tagung war bewusst interdisziplinär angelegt: Ökologen, Physiker, Informatiker, Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen tauschten sich in gemeinsamen Panels aus.

Vortragende auf der Bühne vor internationalem Fachpublikum
Keynote auf dem Systemforschungs-Symposium

Highlights und Keynotes

Eine der meistdiskutierten Keynotes hielt Prof. Dr. Maria Santos von der Universidade de Lisboa über adaptive Governance-Systeme unter Klimastress. Sie argumentierte, dass politische Institutionen selbst als komplexe adaptive Systeme verstanden werden müssen, um wirksame Resilienzstrategien entwickeln zu können.

Ein weiteres Highlight war die Präsentation des neuen Open-Source-Simulationsframeworks „SystemSim 3.0“, das am Institut entwickelt wurde und ab sofort der Fachgemeinschaft zur Verfügung steht. Das Framework ermöglicht die Integration heterogener Datenquellen in Multi-Skalen-Systemmodelle.

Positionspapier und nächste Schritte

Als konkretes Ergebnis verabschiedeten die Teilnehmenden ein gemeinsames Positionspapier zu Qualitätsstandards in der interdisziplinären Systemforschung. Darin werden Empfehlungen zu Reproduzierbarkeit von Simulationen, offenen Datenpraktiken und methodischer Transparenz formuliert.

Das nächste Symposium ist für Herbst 2026 geplant und soll erstmals mit einem internationalen Gastprogramm verbunden werden, das Forschende aus Partnerinstitutionen der GSRA-Allianz einlädt.